Digital Process Automation (DPA): Der ganzheitliche Ansatz für die digitale Transformation

Aug 27, 2020 3:58:03 PM / by Bots and People

Ein gutes Geschäftsprozessmanagement (GPM, engl. BPM) ist kein innovativer Ansatz einer Digitalisierungsstrategie, sondern seit jeher die zentrale Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften. Die eigenen Kapazitäten optimal zu nutzen und flexible, effiziente und gut aufeinander abgestimmte Prozesse zu etablieren, bringt den entscheidenden Vorteil im Wettbewerb. Doch die Art und Weise, wie ein gut funktionierendes BPM-System Prozesse optimiert, hat sich mit der Digitalisierung entscheidend verändert. Hier kommt DPA ins Spiel.

Was ist DPA?

Es geht nicht mehr darum, einzelne analoge Arbeitsschritte zu koordinieren, sondern digitale Abläufe effektiv zu automatisieren, um Geschäftsprozesse schnell, fehlerfrei und ressourcensparend abzuwickeln. Als Folge dieser Notwendigkeit, entwickelt die digitale Prozessautomatisierung (DPA) das traditionelle Business Process Management weiter.

Digital Process Automation beschreibt das Automatisieren digitaler Unternehmensprozesse. Jeder Mitarbeiter kann auf alle für ihn wichtigen Informationen zugreifen und Geschäftsprozesse laufen effizienter und effektiver ab.

Mit Hilfe von DPA können Unternehmen schneller auf die Anforderungen ihrer Kunden reagieren und bleiben langfristig anpassungsfähig, um die digitale Transformation voranzutreiben. Eine prozessübergreifende Automatisierung legt die Grundlage für zukünftige Innovation. So können zum Beispiel neue Produkte direkt simuliert und auf Kundenfeedback getestet werden.

 

Digitale Prozessautomatisierung als Ergänzung zu BPM

Anders als beim Business Process Managment, setzt der DPA-Ansatz voraus, dass alle Prozesse bereits digitalisiert und bereit sind, um automatisiert und optimiert zu werden. Während es bei den klassischen BPM-Tools vorrangig darum geht, durch Effizienz Kosten einzusparen, stehen bei der digitalen Prozessautomatisierung besonders eine verbesserte Kundenerfahrung, leichtere Handhabung für das Mitarbeiterteam und eine gut gelenkte Customer Journey im Vordergrund.

BPM und DPA schließen sich jedoch nicht aus – im Gegenteil: In zukunftsorientierten Unternehmen sollten sich die Ansätze ergänzen und digitale Prozessautomatisierung in die bewährte BPM-Strategie integriert werden.

 

AUTOMATION STRATEGIST

 

Einsatzgebiete für Digital Process Automation

Schauen wir uns die digitale Prozessautomatisierung an einem Beispiel genauer an:

Kunden beschweren sich über angefragte, nicht vorrätige Artikel. DPA konzentriert sich nun nicht in erster Linie darauf die Bestandsverwaltung zu überarbeiten, sondern den Informationsfluss zum Kunden zu verbessern. Das heißt zum Beispiel online die Lagervorräte transparent und in Echtzeit anzeigen zu lassen.

Digitale Prozessautomatisierung hat immer die bessere Kundenerfahrung zum Ziel. Das umfasst zum Beispiel das Beantworten von Kundenanfragen und Beschwerden, schnelle Lieferungen oder unkomplizierte Bestellprozesse.

 

Vorteile von DPA

Digital Process Automation bietet folgende Vorteile für Unternehmen:

  1. Spart Zeit

    Mitarbeiter können sich auf zentrale Aufgaben konzentrieren, statt ihre Zeit mit Routineaufgaben zu verschwenden.
  2. Reduziert Kosten 

    Geschäftsprozesse können schneller und ressourcensparender abgewickelt werden.
  3. Minimiert Fehler

    Ineffiziente und fehleranfällige Abläufe können schnell identifiziert und optimiert werden.
  4. Macht flexibler 

    Unternehmen können schneller auf Marktveränderungen reagieren und innovativer arbeiten.

DPA vs. RPA

Die Vorteile von digitaler Prozessautomatisierung ähneln denen, der robotergestützten Prozessautomatisierung (RPA). Mit Hilfe von RPA sollen repetitive, digitale Geschäftsprozesse durch Software-Roboter automatisiert werden. Die Bots können beispielsweise Tätigkeiten, wie das Sortieren von Daten, das Ausfüllen von Formularen und Tabellen oder das Versenden automatisierter Mails übernehmen.

Während RPA hauptsächlich manuelle Aufgaben eliminiert, geht es bei DPA-Strategien um eine dynamische Automatisierung, die den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Die Digitale Prozessautomatisierung ist ein ganzheitlicher Ansatz, der ein komplettes Automatisierungssystem etabliert.

 

Automatisierungs-Tools: Zapier & Co.

Verschiedene Werkzeuge helfen dabei, digitale Geschäftsprozesse zu verwalten und auf dieser Grundlage zu automatisieren und zu optimieren. DPA-Software sollte Workflows mit geringem Implementierungsaufwand bereitstellen und sich einfach bedienen lassen.

Eines der bekanntesten Automatisierungs-Tools ist Zapier. Mit einer großen Auswahl sogenannter Zaps (automatisierte Workflows) können verschiedene Abläufe automatisiert und Daten zwischen Anwendungen verschoben werden. Um sie zu bedienen, braucht es keine Programmiererfahrung.

 

Ein weiteres Tool ist IFTTT, welches etwas einfacher gehalten ist als Zapier. Während sich Zapier auf Geschäftsprozesse konzentriert, eignet sich IFTTT vor allem auch für persönliche, kleinere Automatisierungsaufgaben, zum Beispiel das Automatische Ausschalten der Heizung.

Microsoft Flow ist eine Mischung aus IFTTT und Zapier, das sich auch auf Geschäftsprozesse konzentriert, jedoch etwas einfacher gehalten ist. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Tools, die in unserer Top 5 der besten BPM-Tools nachgelesen werden können.

 

Blog-Artikel-Vorschlag:

Blog-Artikel: Zapier vs Integromat

 

Fazit: DPA mit RPA und BPM kombinieren

Für eine erfolgreiche und nachhaltige digitale Transformation sollten Unternehmen die verschiedenen Automatisierungsansätze integrieren und kombinieren. So arbeitet das Unternehmen nicht nur kostengünstiger und effizienter, sondern auch kundenorientier.

DPA verbindet effiziente Prozesse mit zufriedenen Mitarbeitern und Kunden. So können sich Unternehmen langfristig auf dem Markt etablieren und Vorreiter für die digitale Transformation werden.

 

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Tags: Robotic Process Automation, Digitale Transformation, Geschäftsprozessautomatisierung (GPA), Digital Process Automation, DPA

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